Der Überfall auf die Vampire war eine gewaltsame Auseinandersetzung am 25. August 580 aAG in der Region Tourcil. Bei diesem Ereignis zerstörte die Familie Blackanvil die verborgene Siedlung Valclaire und tötete den Großteil der dort lebenden vampirischen Bevölkerung. Das Massaker markierte das Ende der friedlichen Vampirgemeinschaft des Dorfes, verhalf der Familie Blackanvil zu landesweitem Ruhm als Vampirjäger und zementierte die Rückkehr der legendären Waffe Morgendämmerung in den Besitz der Familie.


Vorgeschichte und Auftrag

Der Konflikt nahm seinen Anfang, als der Schmied Borgil Coldbeard die Abenteurer Fargoth und Tessarat Marod anheuerte. Ihr Auftrag bestand darin, den durch die Dämonenaxt Sanguins Schatten geistig gebrochenen Thraldor Blackanvil sowie das gestohlene Familienerbstück Morgendämmerung zu seiner Familie nach Tourcil zurückzubringen.

Nach einer 41-tägigen Reise stießen die Gesandten auf das abgelegene Dorf Valclaire. Sie stellten fest, dass die Bewohner Vampire waren, die sich jedoch ausschließlich von Tierblut ernährten und friedlich zurückgezogen lebten. Die Reisenden wurden freundlich aufgenommen. Vor Ort trafen sie auf den Vampir Lorendal Silverleaf, der sie anheuerte, den Elfen Erevan Moonsong zu finden. Dieser war zuvor von der Familie Blackanvil entführt worden.


Die Übergabe und der Angriff

Fargoth und Tessarat suchten den Sitz der Blackanvils in Louneuf auf. Dort übergaben sie Thraldor und die Axt an die amtierende Anführerin Sigrid Blackanvil. Unmittelbar nach der Übergabe brach die Familie die Vereinbarung und nahm Fargoth gefangen.

Tessarat Marod kehrte daraufhin nach Valclaire zurück. Er informierte die Vampire über die drohende Gefahr und motivierte sie, sich für einen Kampf zu rüsten, verließ das Dorf jedoch kurz darauf und überließ die Bewohner sich selbst.

Angeführt von Sigrid und ausgerüstet mit der speziell gegen Vampire geschmiedeten Axt Morgendämmerung, griff die Familie Blackanvil die Siedlung an. Die Angreifer brachen die fensterlosen, unterirdischen Schutzräume der Vampire gezielt auf und setzten die Bewohner dem tödlichen Sonnenlicht aus. Nahezu die gesamte Dorfbevölkerung wurde bei diesem koordinierten Schlag ausgelöscht.


Folgen

Die Ereignisse des 25. August 580 aAG hatten weitreichende Konsequenzen für alle beteiligten Fraktionen:

  • Zerstörung von Valclaire: Die Siedlung wurde physisch vollständig vernichtet. Seit dem Überfall gelten die Ruinen des einstigen Zufluchtsorts als verlassen.
  • Aufstieg der Blackanvils: Der erfolgreiche Angriff brachte der Familie Blackanvil landesweite Anerkennung ein. Unter Sigrids Führung festigte die Familie ihren Ruf als gefürchtete und fähige Vampirjäger.
  • Flucht und Rettung: Tessarat Marod gelang es während oder kurz nach dem Angriff, Fargoth und den entführten Erevan Moonsong aus der Gefangenschaft der Blackanvils zu befreien. Bei ihrer Rückkehr nach Valclaire fanden sie nur noch die Überreste des Dorfes vor.
  • Radikalisierung der Überlebenden: Erevan Moonsong und Lorendal Silverleaf zählten zu den wenigen Überlebenden des Massakers. Der Verlust ihrer Familien und ihrer Heimat führte bei beiden zu einer tiefen, anhaltenden Feindseligkeit und Abneigung gegenüber jeglichen Fremden. Erevan trennte sich nach der Entdeckung der Ruinen von seinen Befreiern und zog allein weiter.