Fargoth, ein Waldelf von schlanker, aber sehniger Statur, wuchs in einer abgelegenen Elfenansiedlung auf, die sich stolz auf ihre uralten Traditionen und die Kunst des Bogenschießens berief. Doch während die anderen Kinder sich mit dem bloßen Instinkt und der Naturverbundenheit ihrer Vorfahren zufriedengaben, zeigte Fargoth schon früh ein ungewöhnliches Interesse für die Mechanik des Kampfes. Er studierte die Flugbahn von Pfeilen, analysierte die Schwachstellen seiner Gegner und hinterfragte die überlieferten Techniken – nicht aus Respektlosigkeit, sondern aus dem Drang, sie zu perfektionieren. Seine scharfe Intelligenz und sein Hang zu logischem Denken machten ihn zum Außenseiter: Die Ältesten sahen in ihm einen „Kopfmenschen“, der zu viel nachdachte und zu wenig fühlte.
Eines Tages, auf der Suche nach einem Ort, an dem er ungestört seine Theorien erproben konnte, stieß er in einer vergessenen Höhle auf ein uraltes Artefakt: einen Anhänger aus Mondstein, der bei Berührung ein seltsames, pulsierendes Licht ausstrahlte. Als er ihn untersuchte, durchflutete ihn nicht nur magische Energie, sondern auch ein plötzlicher Einblick in die Verbindung von Magie und Präzision. Er erkannte, dass die wahre Kunst des Bogenschießens nicht allein im Instinkt, sondern in der Berechnung und der gezielten Anwendung arkaner Kräfte lag.
Doch seine Entdeckung weckte Neid. Die traditionellen Jäger seines Stammes sahen in seiner neuen, „künstlichen“ Methode eine Beleidigung ihrer Lebensweise. Als die Spannungen eskalierten, verließ Fargoth die Siedlung – nicht als Vertriebener, sondern als jemand, der wusste, dass er anderswo bessere Möglichkeiten finden würde. Sein scharfer Verstand und seine Disziplin halfen ihm, sich in der Fremde durchzuschlagen.
Seine Reisen führten ihn schließlich nach Morrowind, wo er in der Hafenstadt Seyda Neen Zuflucht fand. Dort bot er seine Dienste als Söldner und Bogenschütze an, doch die örtlichen Dunkelelfen begegneten ihm mit Misstrauen, und Fargoth wurde oft das Ziel von Spott und Verachtung. Fargoth jedoch ließ sich nicht unterkriegen. Er verfeinerte seine Technik, kombinierte magische Runen mit seinen Pfeilen und entwickelte so die Kunst des Arcane Archery – eine Symbiose aus taktischer Präzision und arkaner Macht.
Sein Ziel ist es nun, seine Fähigkeiten zur Meisterschaft zu bringen und das Geheimnis des Anhängers zu entschlüsseln. Fargoth kämpft nicht nur für Anerkennung, sondern für den Beweis, dass wahre Stärke im Verstand und in der perfekten Ausführung liegt. Seine Geschichte ist die eines Strategen, der sich seinen Platz in der Welt erkämpft – nicht durch blinden Instinkt, sondern durch Berechnung, Disziplin und die unerschütterliche Überzeugung, dass Magie und Kampfkunst mehr sind als bloße Tradition.