Die Familie Blackanvil (oft auch Blackanvil Clan) ist eine einflussreiche Zwergen-Dynastie mit Sitz in Louneuf in der Region Tourcil. Die Familie erlangte ab dem späten 6. Jahrhundert aAG kontinentweite Bekanntheit als unerbittliche Vampirjäger und zeichnet sich durch einen uralten Blutlinienfluch, den Besitz legendärer Waffen und eine lange Historie militärischer Operationen gegen übernatürliche Bedrohungen aus.


Stammbaum

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Gesellschaftlicher Status und Hauptsitz

Obwohl die Familie Blackanvil nicht dem traditionellen Hochadel angehört, genießt sie den Status und den Reichtum einer elitären Fraktion. Ihr Einfluss definiert sich nicht durch vererbte Titel, sondern durch historische militärische Erfolge und den selbst auferlegten Schutz der zivilisierten Lande vor Untoten.

Der Hauptsitz der Dynastie befindet sich in der nördlichen Handelsstadt Louneuf. Das weitläufige Familienanwesen gleicht einer Festung und dient gleichzeitig als operatives Forschungszentrum zur Bekämpfung von Vampiren. Während die Stadt in der Blütezeit der Familie massiv von deren Präsenz und Ruf profitierte, schwächte sich der direkte politische Einfluss der Blackanvils ab dem 9. Jahrhundert aAG leicht ab, da sich die Dynastie vermehrt auf kleinere, verdecktere Operationen konzentrierte.


Der Familienfluch

Die Blutlinie der Blackanvils ist von einem magischen Fluch gezeichnet, der auf die Gier und den kompromisslosen Charakter ihres frühen Ahnen Boron Blackanvil zurückgeht. Boron zeugte einen unehelichen Sohn, den er streng ausgrenzte und als Außenseiter behandelte. Aus dieser Gier, seinem rücksichtslosen Führungsstil und den ungelösten familiären Konflikten manifestierte sich ein Fluch, der die Blutlinie über Jahrhunderte hinweg heimsucht.

Dieser Fluch äußert sich in einer unnatürlichen, teils irrationalen Obsession für Äxte. Betroffene Familienmitglieder neigen dazu, die Kontrolle über sich selbst zu verlieren oder sich emotional stark an derartige Waffen zu binden, sobald sie eine Axt besitzen. Diese Fixierung prägt die Kampfstile, die familiären Traditionen und die Rituale der Dynastie epochenübergreifend.


Geschichte

Boron Blackanvil und der Aufstieg (1. bis 2. Jahrhundert aAG)

Der früheste dokumentierte Anführer der Familie war Boron Blackanvil, ein charismatischer Krieger, der im späten 1. und frühen 2. Jahrhundert aAG lebte. Seine taktische Brillanz und militärischen Erfolge auf dem Schlachtfeld brachten der Familie sowohl erheblichen Reichtum als auch landesweiten Ruhm ein. Boron führte die legendäre Streitaxt Morgendämmerung als Symbol seiner Macht in zahlreiche Schlachten.

Nach seinem Tod wurde Boron zusammen mit der Morgendämmerung und einigen seiner legitimen Söhne in einer geheimen Gruft innerhalb der Kirche von Borgils Schmiede im Underdark von Bosia beigesetzt. In den darauffolgenden Jahrhunderten geriet die Waffe in Vergessenheit, während die Familie in Tourcil ansässig blieb.

Die Wiederentdeckung der Morgendämmerung und der Überfall auf Valclaire (580 aAG)

Am 15. Juli 580 aAG brach Thraldor Blackanvil, ein Nachfahre von Borons unehelichem Sohn und ehemaliger Lehrling des Schmieds Borgil Coldbeard, in die Grabstätte seines Ahnen ein. Getrieben vom Familienfluch und dem Einfluss der Dämonenaxt Sanguins Schatten, zerstörte er die Gräber von Borons legitimen Söhnen und brach vor Borons eigenem Grab zusammen. Im Zuge eines Konflikts mit einer Abenteurergruppe (darunter Fargoth und Tessarat Marod) wurde die lange verschollene Morgendämmerung wiederentdeckt.

Die Abenteurer brachten den geistig gebrochenen Thraldor und die Axt nach Louneuf zur damaligen Matriarchin Sigrid Blackanvil. Unmittelbar nach der Übergabe brach die Familie die Vereinbarung mit den Gesandten und nahm Fargoth gefangen. Am 25. August 580 aAG führte Sigrid den Überfall auf die Vampire gegen die verborgene Siedlung Valclaire an. Die Blackanvils brachen die unterirdischen, fensterlosen Schutzbauten der dort friedlich lebenden Vampirgemeinschaft gezielt auf und setzten die Bewohner dem tödlichen Sonnenlicht aus. Nahezu die gesamte Dorfbevölkerung wurde bei diesem koordinierten Schlag ausgelöscht. Dieser Sieg begründete den kontinentweiten Ruhm der Familie als Vampirjäger.

Der Fall der Abtei der Morgenröte (697 aAG)

Am 1. April 697 aAG eskalierte ein Konflikt an der Küste von Tourcil. Eine dreiköpfige Delegation der Familie unter der Führung von Ragnhild Blackanvil rastete in der Abtei der Morgenröte, einem Lathander-Kloster, um den Segen des Morgenlords für eine bevorstehende Mission zu empfangen. Als die erfahrene Jägerin Marta Blackanvil dort die Anwesenheit zweier vampirischer Überlebender aus Valclaire — Erevan Moonsong und Lorendal Silverleaf — erkannte, griffen die Zwerge an.

Eine anwesende Abenteurergruppe stellte sich den Vampirjägern entgegen, um die Vampire zu schützen. Ragnhild wurde im Kampf enthauptet, Marta fiel ebenfalls. Lediglich der junge Durn Blackanvil überlebte durch Kapitulation. Als Vergeltung rückten in den darauffolgenden Tagen loyale Kräfte des Clans in der Abtei ein, brannten das Kloster vollständig nieder und nahmen sowohl die Morgendämmerung als auch das heilige Schwert Abendröte als Kriegsbeute an sich.

Sigrids Rückzug und spätere Operationen (ab dem 9. Jahrhundert aAG)

An ihrem 300. Geburtstag (um 828 aAG) legte Sigrid Blackanvil die Führung des Clans nieder und zog sich in eine beratende Rolle zurück. In den folgenden Jahrzehnten operierte die Familie vermehrt im Verborgenen.

Im Jahr 848 aAG wurde die Familie von Ark-anat, einer hochrangigen Forscherin der Organisation Candela, mit einer gezielten Tötung beauftragt. Die Blackanvils spürten einen Vampir auf, vernichteten ihn und stellten ein zerbrochenes Klingenfragment sicher, bei dem es sich um ein Stück des legendären Schwert von Kas handelte. Die Ausführenden dieser Mission sind inzwischen verstorben.


Bedeutende Artefakte

  • Morgendämmerung: Das zentrale Familienerbstück. Eine legendäre Streitaxt, die elementare Hitze abstrahlt und massiven Schaden gegen lichtscheue Wesen anrichtet. Die Axt war über Jahrhunderte verschollen und wurde 580 aAG in der Gruft von Boron Blackanvil wiederentdeckt.
  • Abendröte: Ein heiliges Langschwert des Lathander-Klerus, das Untoten einen lautlosen, friedlichen Tod durch das Zerfallen zu Asche gewährt. Seit 697 aAG als Kriegsbeute nach dem Fall der Abtei der Morgenröte im Besitz der Familie.

Bekannte Mitglieder