Korin, die blutgekrönten Götter ist eine religiös-politische Lehre aus Santeia, die die Rechtmäßigkeit von Herrschaft begründet: Wer sich mit eigener Macht über alle anderen erhebt, wird von Korin zum König erhoben. Sie dient in Santeia seit ältester Zeit als Legitimationsgrundlage von Herrschaft; ihr Ursprung liegt im Dunkeln. Bekanntestes Beispiel ihrer Anwendung ist der Putsch Haus Drahls (391 aAG) in Albrid, der sich auf die Lehre berief.


Die Legende

Die Lehre wird in Santeia als wörtliches Zitat überliefert:

„Seit ältester Zeit lehrt man in Santeia, dass Korin, die blutgekrönten Götter über den Sterblichen, immer jenen zum König erhoben haben, der sich mit seiner Macht über alle anderen erhebt.“

Korin gilt als Gruppe von Gottheiten ohne individuelle Namen, Tempel oder Kulte; niemand beansprucht, sie je gesehen zu haben. Aus der Lehre leitet sich in Santeia ein anerkanntes Kriegsrecht ab: Wer seine Macht über einen Rivalen mit Gewalt durchsetzt, handelt nach dem Willen Korins. Die Großen Häuser Albrids berufen sich in ihren Fehden wiederholt auf dieses Recht.