Das Attentat auf Tartanus war ein fehlgeschlagener Mordversuch an dem teramonischen Ratsmitglied und Erfinder Kelce Tartanus am 28. Juli 856 aAG. Anstatt das eigentliche Ziel auszuschalten, wechselten die beauftragten Söldner die Seiten und töteten ihren Auftraggeber, den Krankenhausleiter Kamir Larian. Das Ereignis beendete Larians Intrigen um einen Sitz im Stadtrat endgültig und festigte die politische Position von Tartanus innerhalb der Hauptstadt.


Vorgeschichte und Motiv

Die Feindschaft zwischen den beiden Männern basierte auf politischen und wirtschaftlichen Diskrepanzen. Kamir Larian, Leiter der Berronar Heilstätten, trieb arme Patienten systematisch in die Schulden. Kelce Tartanus hingegen behandelte mittellose Bürger kostenlos und versorgte sie mit mechanischen Prothesen. Larian, der Tartanus’ Sitz im fünfköpfigen Rat der Stadt anstrebte, versuchte zunächst, den Erfinder öffentlich zu diffamieren. Dieser Versuch scheiterte, woraufhin Tartanus anordnete, Larian fortan von der städtischen Wache beschatten zu lassen.

In die Enge getrieben, nutzte Larian Untergrundkontakte, um ein Treffen mit den Söldnern Din und Marik Tephusal im exklusiven Teehaus Rubinblüten Hain zu arrangieren. Er bot ihnen 1.400 Goldmünzen für die Ermordung von Tartanus. Als Vorwand gab er an, das Ratsmitglied sei ein Vampir, der seine eigenen Patienten ermorde. Um sich ein Alibi zu verschaffen und der städtischen Wache zu entgehen, wartete Larian während der Ausführung des Auftrags im diskreten, gut abgeschirmten Bereich des Teehauses.


Infiltration und Seitenwechsel

In der Nacht des 28. Juli 856 aAG drangen Din und Marik unbemerkt in das Kelce Tartanus Haus ein. Der zweite Stock des Gebäudes war durch magische Runen schallisoliert, was einen lautlosen Zugriff begünstigte. Zuvor beobachteten die Attentäter, wie eine einarmige Patientin das Haus betrat.

Bei der direkten Konfrontation im Obergeschoss offenbarte sich die Wahrheit: Tartanus war zwar ein Vampir, tötete seine Patienten jedoch nicht. Er bot kostenlose medizinische Hilfe und Prothesen an und bat im Gegenzug lediglich um etwas Blut seiner freiwilligen Patienten.

Das Ratsmitglied unterbreitete den Söldnern ein Gegenangebot: Er bot ihnen insgesamt 1.600 Goldmünzen, wenn sie stattdessen Kamir Larian ausschalteten. Trotz anfänglicher Bedenken bezüglich der moralischen Integrität des Erfinders stimmten Din und Marik zu. Um den Mord an dem streng bewachten Geschäftsmann zu ermöglichen, rüstete Tartanus die beiden mit zwei spezifischen Werkzeugen aus:

  • Einem Fläschchen Midnight Tears (ein verzögert wirkendes Gift).
  • Einer Tartanus Bombe (eine mechanische Granate, die ein temporäres Feld absoluter Stille erzeugt).

Ausführung und Vertuschung

Die Attentäter kehrten in derselben Nacht zum Rubinblüten Hain zurück. Das Teehaus, dessen Personal aus schweigenden, maskierten Hochelfen bestand, bot zahlreiche private Räumlichkeiten. Sobald Larian für einen Moment von seinen Wachen getrennt war, nutzten die Attentäter die Ausrüstung von Tartanus, um Larian völlig geräuschlos zu exekutieren. Sie platzierten die Leiche gut sichtbar vor einem Fenster des Gebäudes und entkamen unentdeckt.

Anschließend nutzten sie einen geheimen Zugang in der Küche von Tartanus’ Haus, um dorthin zurückzukehren. Sie versteckten sich im Gebäude, bis die städtischen Wachen am nächsten Morgen eintrafen, um das Ratsmitglied formell über den Tod seines politischen Rivalen zu informieren.

Kelce Tartanus nutzte in den Folgetagen seinen politischen Einfluss im Rat von Teramons, um die offiziellen Ermittlungen zu steuern, die Ereignisse der Nacht zu verschleiern und die Täter vor jeglicher Strafverfolgung zu bewahren.