Das Kloster Illmatars ist heute eine verfallene Ruine südlich der Handelsstadt Chartemati. Einst ein Ort der Zuflucht und Heilung, geweiht dem Gott des Leidens, steht das Gebäude heute als stummes Mahnmal für einen Verrat an den eigenen Prinzipien und den verheerenden Einfluss dunkler Magie. Seit dem Beben von Illmatar im Jahr 857 aAG wird das Gelände von der lokalen Bevölkerung gemieden.


Architektur und Lage

Das Kloster befindet sich in den sanfteren Ausläufern südlich von Chartemati, nahe eines kleinen Dorfes. Der Bau war stets schlicht und funktional gehalten: Ein gedrungener Komplex aus grauem Stein, der sich kaum von den Felswänden der Umgebung abhob. Es gab keine prunkvollen Verzierungen; die Architektur spiegelte die asketische Philosophie der Illmatar-Anhänger wider.

Der Komplex umfasste:

  • Haupthaus: Mit einem kargen Gebetssaal und Schlafräumen für die Pflegebedürftigen.
  • Der Heilgarten: Einst ein Ort, an dem Kräuter und Nahrung angebaut wurden.
  • Die Kellergewölbe: Ein weitreichendes System aus Lagerräumen und – wie sich später herausstellte – verborgenen Ritualkammern, die tief in den Fels getrieben wurden.

Historische Bedeutung und Funktion

Vor seiner Zerstörung erfüllte das Kloster eine wichtige soziale Funktion in der leistungsorientierten Gesellschaft von Tourcil. Während in den Städten wie Teramons Stärke und Produktivität zählten, war dies der Ort für jene, die zerbrochen waren.

Die Kleriker, die sich “Träger der Last” nannten, kümmerten sich hier um:

  • Verstümmelte Veteranen: Soldaten, die in Konflikten mit den Ork-Klans von Nord-Tourcil zu schwer verwundet wurden, um weiter zu dienen.
  • Arbeitsunfähige Minenarbeiter: Opfer schwerer Unfälle aus den Valerius Minen, die ohne familiären Rückhalt waren.
  • Die “Unbrauchbaren”: Menschen, die durch Alter oder Krankheit aus dem Raster der Gesellschaft gefallen waren.

Das Kloster genoss den Ruf absoluter Barmherzigkeit und Selbstaufopferung, was den späteren Fall umso tragischer machte.


Der Untergang und heutiger Zustand

Die Geschichte des Klosters endete abrupt im Januar 857 aAG. Durch das Ereignis, das als Das Beben von Illmatar bekannt wurde, wurde die heilige Stätte entweiht. Ein fehlgeschlagenes Ritual im Keller, durchgeführt von einem vampirischen Priester mit Verbindungen zu den Spellfire Erben, verwandelte den Zufluchtsort in eine Todesfalle.

Aktueller Zustand: Heute ist das Kloster eine Ruine. Die Dächer sind teilweise eingestürzt, und der einstmals gepflegte Heilgarten ist verwildert.

  • Die “Verbotene Zone”: Die Bewohner des nahegelegenen Dorfes betreten das Gelände nicht mehr. Es heißt, dass die nekrotische Energie, die bei dem Ritual freigesetzt wurde, noch immer in den Steinen sitzt.
  • Gefahren: Obwohl die Hauptbedrohung durch die Abenteurergruppe während des Bebens beseitigt wurde, halten sich Gerüchte über verbliebene untote Schrecken in den tieferen Kellerebenen oder plündernde Bestien, die in den Ruinen nisten.
  • Ruf: Das Symbol des Klosters, einst ein Zeichen der Hoffnung, gilt in der Region nun als Warnung vor falscher Frömmigkeit und verborgenen Gefahren.