Das Kloster der Standhaften Hand war eine Bastion des Glaubens an den Gott Tyr. Die Anlage befindet sich auf einem isolierten Felsplateau in den südlichen Ausläufern der Alterlow Mountains im Land Bosia. Über Jahrhunderte diente der Ort als strenge Ausbildungsstätte für Kleriker und Paladine sowie als Hochsicherheitsverwahrung für mächtige Artefakte. Seine historische Bedeutung liegt in der Aufbewahrung von Animus, die Seite des Verstandes und seiner Funktion als Ursprungsort mehrerer Träger des gefürchteten Titels Mordak.

Status: aktiv (bis 822 aAG), zerstört und verlassen (ab 822 aAG).


Geografie und Architektur

Das Kloster wurde strategisch auf einem erhöhten Plateau in den rauen Vorgebirgen der Berge errichtet. Diese Lage bot den Wachen einen weiten Blick über die angrenzenden Täler von Bosia und förderte die spirituelle Abgeschiedenheit der dort lebenden Mönche.

Die Anlage an der Oberfläche bestand aus mehreren Gebäudekomplexen:

  • Der Innenhof: Ein zentraler Platz, der von Seitenflügeln mit massiven Steindächern gesäumt wurde.
  • Das Haupthaus: Das Zentrum des gemeinschaftlichen Lebens. Es umfasste einen großen Aufenthaltsraum mit Kamin, einen angrenzenden Küchentrakt sowie die privaten Schlafgemächer.

Tief unter den regulären Gebetsräumen und Schlafsälen befand sich der streng gesicherte Altarraum, der ausschließlich der Verwahrung gefährlicher Artefakte diente.

  • Der Zugang erfolgte durch eine schwere, mit magischen Siegeln versehene Kellertür.
  • Der Raum selbst besaß einen Durchmesser von 20 Metern und endete in einem 150 Meter tiefen, unbeleuchteten Abgrund.
  • In der Mitte des Abgrunds erhob sich eine massive Steinsäule, auf deren Podest das zu bewachende Artefakt ruhte.

Geschichte

Gründung und Ausbildungsstätte

Vor mehreren Jahrhunderten von frommen Anhängern Tyrs gegründet, galt die Anlage lange Zeit als leuchtendes Beispiel für Ordnung und Gerechtigkeit. Neben der theologischen und kampftechnischen Ausbildung von Paladinen – darunter bekannte Figuren wie Venna Vaporfen und Thalyra Trevaryn – fungierte das Kloster unter der Leitung von Äbten wie Garric Tarros auch als Waisenhaus.

Alltag und Gastfreundschaft (bis 822 aAG)

Obwohl das Kloster in erster Linie eine militärische und theologische Ausbildungsstätte war, galt es gemäß den Lehren Tyrs auch als Zufluchtsort. Reisenden und Wanderern, die den Weg durch die unwirtlichen Alterlow Mountains wagten, wurde in der abgelegenen Bastion stets Schutz vor Unwettern, Wärme und Nahrung gewährt. Ein bekanntes Detail aus dem damaligen Klosteralltag war der Hauskater [Mr. Jibbens], der sich frei im Haupthaus bewegte und von den Bewohnern geduldet und gepflegt wurde.

Versiegelung von Animus (582 aAG)

Aufgrund der Abgeschiedenheit und der nachgewiesenen Hingabe der Ordensbrüder wählte man das Kloster als Verwahrungsort für ein gefährliches Fragment des Grimoire der Dunkelheit. Am 10. Juni 582 aAG wurde Animus, die Seite des Verstandes im zentralen Altarraum magisch versiegelt.

Zerstörung und Verfall (822 aAG)

Im Juli 822 aAG endete die Existenz des Klosters als funktionierender Orden durch eine Kette fataler Ereignisse, die als Verrat im Orden dokumentiert sind.

  • Der Mönch Bruder Theron schwächte heimlich die magischen Barrieren des Altarraums, um dem Kult Vecnas Zugang zu dem Artefakt zu verschaffen.
  • Der gefallene Paladin und amtierende Mordak, Kael Sorian, intervenierte und es kam zu einem verheerenden Kampf mit den Kultisten.
  • Im Zuge des Chaos kamen viele Bewohner ums Leben, darunter der junge Sohn des Abtes Garric Tarros.
  • Überwältigt von diesem Verlust brach Garric Tarros seinen Eid, nahm das freigelegte Artefakt an sich und wandelte sich selbst zum neuen Mordak.

Nach diesen Ereignissen wurde die Anlage schwer beschädigt zurückgelassen und gilt seither als verlassene Ruine.