Aussehen
- lange, lockige Haare; blond-rötlich
- gelblich-grüne augen
- einfache, aber farbenfrohe kleider
- schmuck aus gefundenen dingen wie muscheln, steine, federn
- trug immer ein armband aus geflochtenem gras welches nie welkte
Fioras Wesen: Zwischen Licht und Schatten
Fiora war nie ganz von dieser Welt. Die Slums von Albrid waren ihr Zuflucht, doch ihr Herz gehörte den unsichtbaren Pfaden – den Träumen, den Omen, den Stimmen, die andere nicht hörten. Sie sammelte nicht nur Schmuck, sondern auch Geschichten: von Geisterschiffen, von versunkenen Städten, von Seelen, die sich weigerten, ihre Bindungen zu lösen. Vielleicht war das der Grund, warum sie sich zu Satori hingezogen fühlte – er, der zwischen Dogma und Zweifel stand, sie, die zwischen Himmel und Erde wanderte.
Ihre Gabe, die Zukunft zu sehen, war kein Geschenk, sondern eine Last. Die Visionen kamen ungebeten, oft in Form von Fragmenten: ein blutiger Dolch, ein schreiendes Kind, ein Schiff, das im Sturm versinkt. Sie sprach davon selten, doch wenn, dann mit einer Stimme, die nach Salz und Fernweh klang.
„Manchmal“, flüsterte sie Satori einmal, „sehe ich dich auf einem Schiff. Aber ich weiß nicht, ob es ein Traum oder eine Warnung ist.“
Ihre Verbindung zu Tieren war fast schon legendär. Tauben landeten auf ihrer Schulter, streunende Hunde folgten ihr, und selbst die Ratten in den Kanälen schienen ihr zu lauschen. Die Kirche nannte es „unrein“, doch Satori verteidigte sie – nicht aus Rebellion, sondern weil er spürte, dass ihre Gabe rein war, auch wenn sie nicht von Gott kam.
Der Tod, der kein Ende war
Als die Bande sie entführte, wehrte sie sich nicht. Vielleicht wusste sie, was kommen würde. Vielleicht hatte sie es gesehen. Doch als sie Satori im letzten Moment rettete, war es keine Vision, sondern eine Wahl. Ihr Geist blieb – nicht als Rache, sondern als Schutz. Nun ist sie der Stern, der über seiner Schulter schwebt, die Stimme, die ihm im Schlaf zuflüstert, die Hand, die seine Heilungen lenkt.
„Du bist nicht allein“, sagt sie manchmal, wenn er die Augen schließt. „Aber du musst lernen, mich loszulassen.“