Dorien Valerius ist ein hochrangiger zwergischer Geistlicher und das religiöse Oberhaupt von Chartemati. Als Erzbischof der Kathedrale der Ewigen Morgendämmerung leitet er nicht nur den Kult des Lathander in der Stadt, sondern gehört durch das mächtige Weber-Konkordat auch zu den einflussreichsten politischen und wirtschaftlichen Figuren der Region.
Er ist ein prominentes Mitglied der Familie Valerius, einer der Gründerfamilien von Teramons.
Rolle und Einfluss in Chartemati
Unter Doriens Führung hat die Kathedrale eine beispiellose weltliche Macht erlangt. Als Erzbischof beaufsichtigt er die heiligen Rituale der Lathander-Kirche, darunter die berühmte Sonnenfärbung und die Segnungen während des jährlichen Fest der Leuchtenden Fäden.
Viel bedeutender für seinen politischen Einfluss ist jedoch seine Position innerhalb des Weber-Konkordats. Durch das Monopol der Kirche auf das heilige Wasser, das für die Veredelung der teuren Riesenspinnenseide zwingend notwendig ist, sichert Dorien der Kathedrale – und damit sich selbst – einen massiven Anteil am Reichtum der Stadt.
Familie und Verbindungen
Dorien ist der Bruder des ehrgeizigen Industriellen Vaelen Valerius, der in der Hauptstadt Teramons weitreichende Anlagen besitzt – darunter die lukrative Valerius Mine, diverse Schmieden und die große Valerius Gießerei.
Obwohl beide Brüder in ihren jeweiligen Städten immense Macht und enormen gesellschaftlichen Einfluss ausüben, werden sie nur äußerst selten gemeinsam in der Öffentlichkeit gesehen. In politischen und kirchlichen Kreisen wird daher allgemein angenommen, dass die beiden sich persönlich nicht sonderlich nah stehen. Manche vermuten sogar, dass sie getrennte oder insgeheim konkurrierende Interessen innerhalb der Familie Valerius verfolgen. Dennoch festigt ihre strategische Verteilung auf die Zentren von Industrie und Glaube den Status ihrer Blutlinie unweigerlich als eine der mächtigsten Fraktionen in ganz Tourcil.
Persönlichkeit und Außenwirkung
In der Öffentlichkeit und gegenüber seinen Gläubigen präsentiert sich Erzbischof Dorien als ein äußerst herzlicher, weiser und wohlwollender Diener des Lichts. Er besitzt ein ausgeprägtes Charisma und begegnet Menschen aller Gesellschaftsschichten mit einer offenen, verständnisvollen Art.
Im Gegensatz zum oft rauen Ruf vieler Zwerge aus den Bergfestungen oder dem kühlen Geschäftssinn seines Bruders, gilt Dorien als geduldiger Zuhörer und geschickter Diplomat. Er bietet denjenigen, die sich im Kampf für das Gute befinden oder in Not geraten sind, gerne den Rat und die Hilfe der Kirche an. Durch dieses fürsorgliche und nahbare Auftreten genießt er in Chartemati hohes Ansehen und wird von weiten Teilen der Bevölkerung als moralischer Ankerpunkt in einer von Handel und Profit geprägten Stadt betrachtet.