Das rotglänzende Haupt ist eine religionskundliche Abhandlung über Korin, die blutgekrönten Götter, entstanden vor der Großen Zäsur und aufbewahrt im Maledictio Sanctum in Tourcil. Bruder Amadeus entdeckte den Band 702 aAG in einer Nische des Sanctums. Der Text beschreibt eine Sekte, deren Anhänger durch Selbstopfer und Blut zur Gottheit aufzusteigen glaubten. Titel und Legende des Bandes gehen tatsächlich auf die ungeklärte Unsterblichkeit Stavans zurück, ein Zusammenhang, den der Autor selbst nicht erkennt.


Beschreibung

Der Band ist in rissiges, dunkelrot gefärbtes Leder gebunden und trägt eine blindgeprägte, schmucklose Krone. Er lag in geöltes Tuch gewickelt in einer Nische des Sanctums und blieb dadurch, anders als die übrigen Schriften dort, lesbar.


Inhalt

Korin, die blutgekrönten Götter ist tatsächlich eine verzerrte Erinnerung an Stavan und die acht Fürsten Coriens, deren Einigung im Jahr 2186 der Lanavan-Zeitrechnung im Ivory Portalraum als Wand der Herrscher festgehalten ist. Die im Band beschriebene Sekte entstand vermutlich noch zu Lebzeiten Stavans: Ohne Kenntnis der wahren Ursache seiner Unsterblichkeit deuteten ihre Anhänger sein Nichtaltern als göttliche Krönung durch Blut und versuchten, es durch Selbstopfer nachzuahmen. Dieselbe Verzerrung erklärt die im Maledictio Sanctum gefundenen Lanavan-Münzen mit blutsammelnden Haaren sowie die gefolterten rothaarigen Gefangenen, deren Haarfarbe der Sekte als Zeichen der Nähe zum Blut der Krone galt.


Gerüchte und Überlieferungen

Eine vom Autor selbst als bildlich abgetane Überlieferung berichtet, Korin hätten einst Flüche vom Himmel auf die Erde fallen lassen. Tatsächlich handelt es sich um eine verdrehte Erinnerung an das Maledictio Sanctum selbst: Die schwebende Festung fiel einst buchstäblich vom Himmel und vergrub sich unter dem heutigen Chartemati.


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