Eisenklamm ist eine zwergische Bergbaustadt, die 30 Meilen südöstlich von Tourcil, an den Klippen der gewaltigen Alterlow Mountains liegt. Die Siedlung wurde 330 aAG von dem Schmied Glorin Eisenbart und dem Bergmann Pallum Grimmfaust gegründet. Die Stadt wird maßgeblich von den beiden Nachfolgefamilien, der Familie Eisenbart und der Familie Grimmfaust, geprägt, deren Rivalität Jahrhunderte zurückreicht, obwohl der Ursprung des Konflikts längst in Vergessenheit geraten ist. Neben Zwergen leben hier auch andere Spezies, die in der Stadt Arbeit oder Schutz suchen.
Gründung und der Schwur
Glorin Eisenbart gehörte zu den Mitbegründern von Teramons, wurde jedoch unter nicht vollständig überlieferten Umständen aus dem Kreis der Gründer ausgeschlossen. Er verließ die Stadt gemeinsam mit Pallum Grimmfaust, einem Bergmann, der zuvor in der Tiefe der Alterlow Mountains auf etwas gestoßen war, über das er nie sprach. Pallum warnte lediglich: „Lasst es ruhen.”
Trotz ihres gemeinsamen Aufbruchs verlief die Zusammenarbeit nicht reibungslos. Glorin war ein prinzipientreuer Schmied, Pallum ein pragmatischer Bergmann, und ihre Vorstellungen über die neue Siedlung gingen auseinander. Glorin konnte bauen, aber nicht finden, Pallum konnte finden, aber nicht bauen. Aus der gegenseitigen Abhängigkeit wuchs über die Jahre eine Freundschaft. Glorin errichtete den ersten Schmelzofen der Siedlung, Pallum kartographierte die ersten Stollen.
331 aAG, ein Jahr nach der Gründung, verfassten die beiden den Gründungsschwur von Eisenklamm:
„Wir, die den Berg öffneten und den Berg schützten, schwören vor dem Stein und vor einander: Nie wieder werden wir die Waffe erheben. Was im Berg ruht, soll ruhen. Was wir gebaut haben, soll stehen. Hammer und Hacke dienen dem Stein, nicht dem Blut.”
Dieser Schwur prägte die Identität Eisenklamms über Jahrhunderte. Die Nachkommen beider Familien deuteten ihn als allgemeinen Pazifismus-Eid. Eisenklamm unterhält weder eine Miliz noch eine Waffenschmiede und besitzt keine Befestigungsmauern. Die Bevölkerung versteht sich als Gemeinschaft von Bergleuten und Erfindern, nicht von Kriegern. Der einzige bekannte Eisenbart, der je in den Militärdienst eintrat, ist Thorin Eisenbart, was innerhalb der Familie Eisenbart als Bruch mit dem Erbe des Gründers gilt.
Wirtschaft und Bedeutung
Die Hauptlebensader von Eisenklamm sind die weitläufigen Bergwerke, die in die umliegenden Berge gegraben wurden. Sie fördern vor allem Eisen und andere wertvolle Erze. Besonders bedeutend ist eine geheime und effiziente Methode, die von beiden Klans gemeinsam entwickelt wurde, um das seltene Mineral Antimagit abzubauen. Dieses Wissen wird streng gehütet und ist von großem Interesse für die Regierung von Tourcil, die ihren Einfluss durch die geografische Nähe zur Hauptstadt geltend macht.
Politik und Verwaltung
Um ein Machtgleichgewicht zwischen den beiden Klans aufrechtzuerhalten, wird der Bürgermeisterposten traditionell alle zehn Jahre zwischen den Eisenbarts und den Grimmfäusten gewechselt. Trotz dieser Regelung bleibt die Stimmung zwischen den Klans angespannt. Die Regierung von Tourcil nutzt diese Rivalität gelegentlich zu ihrem Vorteil und sorgt so für eine gewisse Stabilität in der Region.
Eisenklamm gilt als wichtiger Rekrutierungsort für die Armee von Tourcil. Es wird gemunkelt, dass der hohe Anteil an zwergischen Rekruten auf politische Absprachen oder die strategische Nähe zur Hauptstadt zurückzuführen ist. Zwangsrekrutierungen sind in der Region nicht unbekannt.
Einrichtungen
Eisenbart-Schmiede und Werkstätten: Die zentrale Schmiede und die angeschlossenen Werkstätten der Familie Eisenbart, in denen Resonanzwerkzeuge und Bergbaugeräte entwickelt und gefertigt werden. Ein separates Labor dient der Arbeit an Prototypen.
Grimmfaust-Taverne: Einzige Taverne des Dorfes, gegründet und betrieben von Bruna Grimmfaust und ihrer Familie.
Grimmfaust-Schneider: Bietet vorwiegend Bergbaukleidung an, daneben ein begrenztes Sortiment an Alltagskleidung.

